Positive Geburt mit PDA - Marie & Gero

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Ich hatte unregelmäßige Vorwehen seit ca. 1,5 Wochen vor ET und dachte jeden Tag: „Es geht los!“ und wurde auch mit jedem Tag der verging frustrierter. Erst recht als dann der ET erreicht war (24.12.) und sich, außer dieser ollen Vorwehen, wieder nichts tat. Aber ich konnte immerhin Weihnachten zu Hause sein. Es sollte sich noch eine weitere Woche hinziehen.


Am 31.12.2020 (41+0) hatte ich morgens plötzlich Schmierblutungen und die Vorwehen waren zwar immer noch leicht, kamen aber seit der Nacht alle 10 Minuten. Ich habe im Krankenhaus angerufen und gefragt was ich tun soll. Ruhe bewahren. Wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen könnten wir losfahren. Ich also: gewartet und gewartet. Ich hatte an dem Tag aber eh eine routinemäßige Untersuchung um 16.00 Uhr in unserem Krankenhaus, weil ich ja eine Woche drüber war. Daher dachte ich mir „ok da werd ich ja auf dem CTG sehen wie stark die Wehen sind“.

Um 16.00 Uhr sind wir dann im Krankenhaus angekommen und kurze Zeit später konnte ich ans CTG. Da kam es nun wie es kommen musste: ich hatte während der 30 min CTG nicht EINE EINZIGE VORWEHE MEHR. Ich war so unglaublich wütend. Hatte ich doch den lieben langen Tag auf die Uhr geschaut und die Abstände abgelesen und mir solche Hoffnungen gemacht. Alles nichts wert, jede Hoffnung dahin. Ich schrieb meinem Mann, der im Auto vorm Krankenhaus wartete (wegen Corona), mit Tränen in den Augen, dass das jawohl alles nicht wahr sein könne und ich einen dreck auf jede folgende Vorwehe geben würde, weil das ja anscheinend alles nichts heißt.


Genau in diesem Moment, als ich da am CTG lag, völlig enttäuscht, machte es plötzlich *knack* im Bauch und ich hatte sehr starke Unterleibs- und Rückenschmerzen. Ich dachte er hat sich gedreht und irgendwie einen doofen Nerv dabei getroffen. Habe deshalb auch nicht gleich etwas gesagt. Das war um 17.05 Uhr.


Die Hebamme kam rein und meinte ich solle jetzt meine Blase leeren für den Ultraschall. Gesagt, getan. Wieder im Untersuchungsraum merke ich plötzlich wie etwas „lief“ und entschuldigte mich, um meine Slipeinlage zu wechseln, da ich annahm es waren die Schmierblutungen. Auf dem Klo starrte ich jedoch auf eine völlig saubere aber nichtsdestotrotz völlig nasse Slipeinlage. Da stieg mein Puls. Daraufhin erzählte ich alles der Ärztin und sie machten einen Abstrich, um zu schauen ob es Fruchtwasser war - und das war es! Das *Knack* im Bauch war der Blasensprung.

Dann ging alles ganz schnell. Die Wehen wurden schnell heftiger und ich konnte meinem Mann sagen, er könne rauf kommen. Ab in den Kreißsaal. Da musste ich mega nötig aufs Klo. (So eine wehe treibt alles aus dem Darm raus, ich dachte ich krieg mein Kind auf dem Klo)

Zurück im Kreißsaal veratmete ich die Wehen, die sehr schnell schon im Minuten Takt kamen und immer stärker wurden. Dann durfte ich in die Wanne, was nur kurz für Entspannung sorgte, da die Intensität der Wehen noch immer zunahm. Ich bekam einen Wehenhemmer, der leider gar nichts gebracht hat und bin dann raus aus der Wanne. Inzwischen hatte ich zwischen den Wehen nur noch gezittert und mein Kreislauf war völlig durch. Da hab ich nach Schmerzmitteln verlangt. Zumal mein MuMu erst bei 4 cm war.

Als erstes gaben sie mir Lachgas. Fand ich total blöd, weil ich mich genauso gefühlt hab wie davor - PLUS wie besoffen. Danach gab es einen schmerztropf, der aber auch nichts gebracht hat. Mein Mann hat sich dann für mich stark gemacht und eine pda verlangt. Die kam dann auch. Zu dem Zeitpunkt war es 21.50 Uhr.


Die PDA war absolut das beste was mir passieren konnte! Obwohl die Schmerzen immer noch sehr stark waren, konnte ich zwischen den Wehen durchatmen und sogar mit meinem Mann Witze machen und lachen. Und während der Wehen habe ich genau gefühlt wo ich hinatmen musste und konnte super mitarbeiten. In kürzester Zeit war mein MuMu dann auf 10cm und die Presswehen setzten ein.

Davon hatte ich leider viele aber mithilfe eines Dammschnitts hat unser Sohn Gero um 23.16 Uhr am Silvesterabend das Licht der Welt erblickt. Knappe 6 Stunden nach Blasensprung.

Danach wurde erstmal mit den Hebammen angestoßen - für sie auf das neue Jahr - für uns auf unseren Sohn.


Während der Geburt denkt man sich „Oh man warum machen manche Frauen das freiwillig mehrmals durch!?“

Aber jetzt, 2 Monate später, erinnere ich mich so gerne an die Geburt und freue mich schon auf das geplante Geschwisterchen in ein paar Jahren.


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